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aLibro - Fachbuchhandlung für Anarchie & Anarchismus
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Bullshit-Jobs - Vom wahren Sinn der Arbeit

Bullshit-Jobs - Vom wahren Sinn der Arbeit
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ISBN: 978-3-608-98245-9
GTIN/EAN: 978-3608982459
Verlage: Klett & Cotta
Mehr Titel von: Klett & Cotta
12,00 EUR
inkl. 7 % MwSt. zzgl. Versandkosten


Bullshit-Jobs - Vom wahren Sinn der Arbeit
Von David Graeber
Aus dem Englischen von Sebastian Vogel (Orig.: Bullshit Jobs, a Theory)

Stuttgart: Klett-Cotta, 2020, 464 Seiten, Paperback. ISBN: 978-3608982459.

Beschreibung:

Ein Bullshit-Job ist eine Beschäftigungsform, die so völlig sinnlos, unnötig oder schädlich ist, dass selbst der Arbeitnehmer ihre Existenz nicht rechtfertigen kann. Es geht also gerade nicht um Jobs, die niemand machen will, sondern um solche, die eigentlich niemand braucht.

Im Zuge des technischen Fortschritts sind zahlreiche Arbeitsplätze durch Maschinen ersetzt worden. Trotzdem ist die durchschnittliche Arbeitszeit nicht etwa gesunken, sondern auf durchschnittlich 41,5 Wochenstunden gestiegen. Wie konnte es dazu kommen? David Graeber zeigt in seinem bahnbrechenden neuen Buch, warum immer mehr überflüssige Jobs entstehen und welche verheerenden Konsequenzen diese Entwicklung für unsere Gesellschaft hat.  

Im Jahr 1930 sagte der britische Ökonom John Maynard Keynes voraus, dass durch den technischen Fortschritt heute niemand mehr als 15 Stunden pro Woche arbeiten müsse. Fast ein Jahrhundert danach stellt David Graeber fest, dass die Gegenwart anders aussieht: Die durchschnittliche Arbeitszeit ist gestiegen und immer mehr Menschen üben Tätigkeiten aus, die unproduktiv und daher eigentlich überflüssig sind – als Immobilienmakler, Investmentbanker oder Unternehmensberater. Es sind Jobs, die keinen sinnvollen gesellschaftlichen Beitrag leisten. Es sind Bullshit-Jobs. Warum bezahlt eine Ökonomie solche Tätigkeiten, die sie nicht braucht? Wie ist es zu dieser Entwicklung gekommen? Und was können wir dagegen tun? David Graeber, einer der radikalsten politischen Denker unserer Zeit, geht diesem Phänomen auf den Grund. Ein packendes Plädoyer gegen die Ausweitung sinnloser Arbeit, die die moralischen Grundfesten unserer Gesellschaft ins Wanken bringt.

VORWORT: Das Phänomen der Bullshit-Jobs [11]

KAPITEL 1: Was ist ein Bullshit-Job? [29]

  • Warum ein Auftragsmörder der Mafia kein gutes Beispiel für einen Bullshit-Job ist [35]
  • Von der Bedeutung des subjektiven Elements und warum man davon ausgehen kann, dass diejenigen, die ihre Tätigkeit selbst für einen Bullshit-Job halten, im Allgemeinen recht haben [41]
  • Zu der verbreiteten falschen Vorstellung, Bullshit-Jobs seien im Wesentlichen auf den öffentlichen Dienst beschränkt [49]
  • Warum Friseure ein schlechtes Beispiel für einen BullshitJob sind [52]
  • Der Unterschied zwischen Teilweise-Bullshit-Jobs, Vorwiegend-Bullshit-Jobs und reinen, ausschließlichen Bullshit-Jobs [59]

KAPITEL 2: Was für Typen von Bullshit-Jobs gibt es? [63]

  • Die fünf Haupttypen von Bullshit-Jobs [64]
  • Komplizierte, vielgestaltige Bullshit-Jobs [106]
  • Ein paar Worte über Bullshit-Jobs zweiter Ordnung [111]
  • Eine letzte Anmerkung und eine kurze Rückkehr zu der Frage: Ist es möglich, dass jemand einen Bullshit-Job hat und es nicht weiß? [112]

KAPITEL 3: Warum bezeichnen sich die Inhaber von Bullshit-Jobs regelmäßig selbst als unglücklich? (Seelische Gewalt, Teil 1) [117]

  • Von dem jungen Mann, der offensichtlich einen Ruheposten erhielt und nicht in der Lage war, mit der Situation umzugehen [119]
  • Über das Erlebnis der Falschheit und Sinnlosigkeit, das den Kern der Bullshit-Jobs bildet, und für wie wichtig es heute gilt, der Jugend das Erlebnis der Falschheit und Sinnlosigkeit zu vermitteln [126]
  • Warum viele Grundannahmen über die Motivation von Menschen anscheinend falsch sind [134]
  • Exkurs: Eine kurze Geschichte der Arbeitsbeschaffungs-maßnahmen und insbesondere der Vorstellung, man könne die Zeit anderer Menschen kaufen [141]
  • Der Konflikt zwischen der Moral der Zeit und natürlichen Arbeitsrhythmen: Welche Vorbehalte erwachsen daraus? [151]

KAPITEL 4: Wie fühlt es sich an, einen Bullshit-Job zu haben? (Seelische Gewalt, Teil 2) [161]

  • Warum ein Bullshit-Job nicht zwangsläufig so schlimm sein muss [163]
  • Das Elend von Zweideutigkeit und erzwungener Heuchelei [167]
  • Das Elend, keine Ursache zu sein [178]
  • Das Elend, vermeintlich kein Recht auf das Elend zu haben [190]
  • Das Elend, zu wissen, dass man Schaden anrichtet [201]
  • Coda: Die Auswirkungen von Bullshit-Jobs auf die Kreativität der Menschen und die Gründe dafür, warum der
  • Versuch, sich kreativ oder politisch gegen sinnlose Tätigkeiten zu wehren, als eine Form der geistigen Kriegsführung gelten kann [205]

KAPITEL 5: Warum vermehren sich die Bullshit-Jobs? [219]

  • Ein kurzer Exkurs über Kausalität und das Wesen soziologischer Erklärungen [226]
  • Ein paar Anmerkungen über die Rolle des Staates bei der Schaffung und Beibehaltung von Bullshit-Jobs [232]
  • Einige falsche Erklärungen für den Aufschwung der Bullshit-Jobs [235]
  • Die Finanzbranche als Musterbeispiel für die Schaffung von Bullshit-Jobs [243]
  • Ähnlichkeiten und Unterschiede zwischen der heutigen Form des Manager-Feudalismus und dem klassischen Feudalismus [258]
  • Die Ausdrucksform des Manager-Feudalismus in der Kreativbranche: eine endlose Vermehrung mittlerer Managerränge [266]
  • Zusammenfassung mit einer kurzen Rückkehr zu der Frage nach den drei Kausalitätsebenen [276]

KAPITEL 6: Warum haben wir als Gesellschaft nichts gegen das Wachstum sinnloser Beschäftigung? [281]

  • Die Unmöglichkeit, einen absoluten Wertmaßstab zu entwickeln [285]
  • Die allgemeine Anerkennung eines gesellschaftlichen Wertes, der sich vom wirtschaftlichen Wert unterscheiden lässt, im Einzelnen aber nur sehr schwer zu definieren ist [292]
  • Die umgekehrte Beziehung zwischen dem gesellschaftlichen Wert der Arbeit und dem Geldbetrag, der meist dafür bezahlt wird [301]
  • Die theologischen Wurzeln unserer Einstellung zur Arbeit [318]
  • Der Ursprung der nordeuropäischen Vorstellung, bezahlte Arbeit sei für das Werden eines erwachsenen Menschen unentbehrlich [322]
  • Wie Arbeit mit dem Aufkommen des Kapitalismus vielerorts entweder als Mittel für gesellschaftliche Reformen oder letztlich als eigenständige Tugend betrachtet wurde und wie Arbeiter dem die Arbeitswerttheorie entgegensetzten [326]
  • Die entscheidende Schwäche der Arbeitswerttheorie, wie sie im 19. Jahrhundert populär wurde, und die Ausnutzung dieser Schwäche durch das Kapital [334]
  • Wie Arbeit im Laufe des 20. Jahrhunderts zunehmend vor allem als Form von Disziplin und Selbstaufopferung geschätzt wurde [345]

KAPITEL 7: Welche politischen Auswirkungen haben die Bullshit-Jobs? Lässt sich an der Situation etwas ändern? [353]

  • Wie die politische Kultur unter dem Manager-Feudalismus durch ein Gleichgewicht der Ressentiments aufrechterhalten wird [355]
  • Wie die derzeitige Krise der Automatisierung mit dem größeren Problem der Bullshit-Jobs zusammenhängt [369]
  • Die politischen Folgen der Bullshitisierung und des nach-folgenden Produktivitätsrückgangs im Betreuungssektor und seine Verbindung zur Möglichkeit eines Aufstands der betreuenden Klassen [379]
  • Das bedingungslose Grundeinkommen als Beispiel für ein Programm zur Entkopplung von Arbeit und Bezahlung sowie zur Beendigung der in diesem Buch beschriebenen Dilemmata [385]

ANHANG

  • Danksagung [411]
  • Anmerkungen [413]
  • Bibliografie [457]

Pressestimmen:

»Drastische Ideen, spannend zu lesen!«
P. M., November 2018

»Ein Buch, das am Dogma des "effizienten" Kapitalismus rüttelt, provoziert, in Teilen überspitzt, aber in jedem Fall zum Hinterfragen unserer Arbeitswut und des Mitmachens in einem System unproduktiver Machthierarchien anregt.«
pro Zukunft, Ausgabe 03/2019

»[...] nach dessen Lektüre man regelrecht berauscht von den originellen wie provokanten Gedanken ist [...]«
Tobias Wenzel, Deutschlandfunk Kultur, 13.09. 2018

»Ein packendes Plädoyer gegen die Ausweitung sinnloser Arbeit, die die moralischen Grundfesten unserer Gesellschaft ins Wanken bringt.«
Hermann Holle, glaubeaktuell, 29.08.2018

»David Graeber hat sich eingehend und lange mit dem Thema befasst [...] Er will keine politische Lösung präsentieren, sondern ein gesellschaftliches Problem und dafür ein Bewusstsein schaffen. Um ein Nachdenken in Gang zu setzen darüber, was eine wirklich freie Gesellschaft ausmacht.«
Catrin Stövesand, Deutschlandfunk, 03.09.2018