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Das ewige Spanien der Anarchie

Das ewige Spanien der Anarchie
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Art.Nr.: 9783938944646
ISBN/EAN: 9783938944646
Verlag: edition tranvia
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Produktbeschreibung

Das ewige Spanien der Anarchie
Die anarchistische Literatur des Bürgerkriegs (1936-1939) und ihr Spanienbild

Von Martin Baxmeyer

Berlin: edition tranvia, 2012. Broschur, 599 Seiten. ISBN 978-3938944646.

Beschreibung:

Der Spanische Bürgerkrieg (1936-1939) war nicht nur eine Zeit blutiger Auseinandersetzungen. Er war auch die Zeit einer bemerkenswerten nichtprofessionellen literarischen Produktivität. Vor allem die Anarchisten sahen mit der Sozialen Revolution die Möglichkeit gekommen, ihre lang gehegte Utopie einer freien kollektiven literarischen Praxis Wirklichkeit werden zu lassen. Die neuen Zeiten würden auch eine neue Literatur haben.

Martin Baxmeyer stellt die noch weitgehend unbekannte anarchistische Literatur des Bürgerkriegs in ihrem historischen und kulturgeschichtlichen Kontext vor und erörtert anhand einer Analyse ihres Spanienbilds, warum sie keineswegs die Geburtsstunde einer neuen revolutionären Literatur markierte. Seine Ergebnisse korrigieren Grundannahmen der internationalen Anarchismusforschung auf entscheidende Weise.

Inhalt

1. EINLEITUNG [11]

2. METHODISCHE VORÜBERLEGUNGEN UND WISSENSCHAFTLICHE BEGRIFFLICHKEIT [36]
2.1. Interdiskurs und nationale Kollektivsymbolik [36]
2.2. Zum Begriff des kulturellen Spektrums in Abgrenzung zu Bourdieus Feldbegriff [43]
2.3. Zur Konstruktion nationaler Identität [49]
2.4. Der Anarchismus – Versuch einer Definition [60]
2.4.1. Philosophische Grundlagen [66]
2.4.2. Politische Ziele [69]
2.4.3. Strategien [73]
2.4.4. Antinationalismus als ideologische Konstante des spanischen Anarchismus [79]

3. ANSÄTZE ZU EINER ANARCHISTISCHEN ,LITERATURTHEORIE‘ [90]
3.1. Der Begriff des pueblo [99]
3.2. Stellenwert künstlerischer Kreativität innerhalb der anarchistischen Utopie [106]
3.3. Gestalt, Ziel und Funktion von Literatur im revolutionären Prozess [111]
3.3.1. „Revolutionäre Kunst“ und „Revolutionskunst“ [113]
3.3.2. Aufhebung der Grenze zwischen Fiktion und Wirklichkeit [117]
3.3.3. Anti-Intellektualismus und Anti-Formalismus [120]
3.3.3.1. Trivialästhetische Programmatik [126]
3.4. Anarchistische Deutungen des Realismus [133]

4. PRODUKTION UND REZEPTION ANARCHISTISCHER LITERATUR BIS 1936 [138]
4.1. Poesie und anarchistisches Lied [141]
4.2. Fiktionale Erzählprosa [146]
4.2.1. Die anarchistischen Trivialromanreihen La Novela Ideal und La Novela Libre [151]
4.3. Theaterproduktionen [160]

5. PRODUKTION UND REZEPTION ANARCHISTISCHER LITERATUR WÄHREND DES BÜRGERKRIEGS [174]
5.1. Die anarchistische Poesie: Ein Massenphänomen [174]
5.1.1. Semiprofessionelle Autorinnen und Autoren [180]
5.1.2. Gelegenheitsdichter [187]
5.1.3. Professionelle Autoren [190]
5.2. Fiktionale Erzählprosa [202]
5.2.1. Die Romanreihen La Novela Ideal und La Novela Libre [206]
5.3. Das revolutionäre Theater [218]
5.4. Medialität der anarchistischen Literatur des Spanischen Bürgerkriegs [227]
5.4.1. Presse [227]
5.4.2. Radio [231]
5.4.3. Öffentliche Darbietungen [235]
5.4.4. Buchveröffentlichungen [239]

6. SPANIEN IM BILD DER ANARCHISTISCHEN LITERATUR DES SPANISCHEN BÜRGERKRIEGS [243]
6.1. Allegorische Darstellungen Spaniens: „la Madre España“ [251]
6.1.1. Bettlerin und alte Frau [264]
6.1.2. Heilige Mutter [269]
6.1.2.1. Der Leib der heiligen Mutter: Das Land [276]
6.1.3. Die ,wahren Söhne Spaniens‘: Arbeiter, Bauern, Milizionäre [288]
6.1.3.1. Mythische Überhöhung der Kämpfer [298]
6.1.3.2. Patriarchaler Heldenkult und Wiederkehr der soldatischen Männlichkeit [308]

7. DAS HISTORISCHE SPANIEN UND SEINE UMDEUTUNG IN DER BÜRGERKRIEGSLITERATUR DER ANARCHISTEN [328]
7.1. Das spanische Mittelalter [340]
7.1.1. Kreuzzug gegen ,fremde Invasoren‘ [343]
7.1.2. Der Bürgerkrieg als libertäre Reconquista ? [351]
7.1.2.1. Das rassistische Klischee des ,Mauren‘ [352]
7.1.2.2. Die Heldenfigur des Cid 368]
7.1.2.3. Der Romance als ,spanischste aller Formen‘? [375]
7.2. Das Siglo de Oro [389]
7.2.1. Isabel de Castilla [392]
7.2.2. Die Konquistadoren [396]
7.2.3. Hidalguía und honra als Tugenden [406]
7.2.4. Die limpieza de sangre [415]

8. DAS KATHOLISCHE SPANIEN IN DER ANARCHISTISCHEN BÜRGERKRIEGSLITERATUR [419]
8.1. Christentum und Anarchismus [423]
8.2. Gottesgedanke und universale Liebe [438]
8.3. Jesus Christus als Sozialrevolutionär [444]
8.4. Marienverehrung und Volksfrömmigkeit [456]
8.4.1. Die Virgen del Pilar [465]
8.4.1.1. Satirische Darstellungen [469]
8.4.1.2. Nicht-satirische Darstellungen [475]

9. MÖGLICHE ERKLÄRUNGEN DES NATIONALISTISCHEN SPANIENBILDS [478]
9.1. Propagandistische Delegitimierung des Kriegsgegners [486]
9.1.1. Spanien als internationales Symbol [491]
9.2. Konformitätsdruck innerhalb der republikanischen Zone [494]
9.3. Selbstlegitimierung und Distanzierung von anderen politischen Fraktionen [498]
9.4. Philonationalistische Traditionen innerhalb der anarchistischen Bewegung [504]
9.5. Ansprüche an eine literatura de combate [514]

10. FAZIT [519]

11. BIBLIOGRAPHIE [525]

  • Primärquellen [525]
  • Literarische Anthologien [525]
  • Poetische Einzeltexte [527]
  • La Novela Ideal, La Novela Libre und sonstige Prosatexte [530]
  • Dramatische Texte [534]
  • Namentlich gekennzeichnete Pressequellen [536]
  • Nicht namentlich gekennzeichnete Pressequellen [540]
  • Sonstige Primärquellen [542]
  • Forschungsliteratur [552]
  • Bild- und Tondokumente [597]
  • Nachschlagewerke und Bibliographien [597