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Kunst und Anarchismus

Kunst und Anarchismus
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ISBN: 9783905052213
EAN: 9783905052213
12,80 EUR
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Produktbeschreibung

Kunst und Anarchismus
"Innere Zusammenhänge" in den Schriften John Henry Mackays

Von Edward Mornin

Hamburg: Verlag der Mackay-Gesellschaft, 1983. Broschur, 112 Seiten. ISBN 9783905052213

Beschreibung:

Mornin ist ein exzellenter Mackay-Kenner, der auch noch ein weiteres Buch über Mackay schrieb ("Gedachte Welt") .

Es könnte manchmal scheinen, es gäbe zwei Dichter mit dem Namen John Henry Mackay:

Der eine von diesen hätte den Text zu den weltberühmten von Richard Strauss vertonten Liedern "Morgen" und "Heimliche Aufforderung" geschrieben. Auch andere Gedichte wurden vertont: "Am Wegrand" von Arnold Schönberg und "Vorübergang" von Eugen d`Albert.

Der andere Mackay wäre vor allem den Libertären und Anarchisten bekannt, denn er wird, und sei es auch noch so flüchtig, in manchen grundlegenden Werk des Anarchismus angeführt - zum Beispiel in Paul Eltzbachers "Der Anarchismus", Emma Goldmann "Living My Life", George Woodcocks "Anarchisten" und James J. Martins "Men Against the State".

Inhalt

  • Vorbemerkung [6]
  • Einleitung [9]
  1. Der Denker als Dichter [33]
  2. Der Dichter als Denker [43]
  3. Bildersprache [57]
  4. Innere und äußere Konflikte
  • Schluß
  • Bibliographie

... und mehr

Aus der Einleitung von Mornin:

Mackay zeigt sich sowohl als Propagandist wie als Künstler in seinen Schriften. Er betrachtete es als seine Lebensarbeit, die Ideen Max Stirners und des anarchistischen Individualismus zu verbreiten - allerdings nicht aus Pflichtgefühl, sondern als frei akzeptierte Aufgabe. Selten versuchte Mackay aber, seine Aufgabe durch diskursive Werke (Essays oder Flugschriften) zu erfüllen, und fast nie durch Zeitungsarbeit, wofür er sich ganz ungeeignet hielt. Statt dessen zog er es vor, das Publikum in Gedichten („Sturm"), in Romanen und Erzählungen sowie in halbfiktiven Werken wie „Die Anarchisten" und „Der Freiheitsucher" anzusprechen. Sogar in seinen nicht propagandistischen, belletristischen Schriften ist aber das soziale und politische Moment gewöhnlich deutlich.

Das macht Mackay einmalig als Schriftsteller, denn kein anderer Autor hat individuell-anarchistische Ansichten in dieser Weise behandelt, obwohl ähnliches bei Erich Mühsam, Theodor Plivier und B. Traven - in englischer Sprache auch Ayn Rand - zu finden ist. Mackay war aber auch sonst ein eigenständiger und erfinderischer Schriftsteller, so daß ich es für sinnvoll halte, seine Werke hier so darzustellen, daß ihre Vielfalt und Originalität zur Geltung kommen, zumal ich den folgenden Kapiteln das Konvergente seiner Schriften betonen möchte - den engen Zusammenhang darin von Propaganda und Kunst, Leben und Werk, Dichtung und Prosa, äußeren und inneren Faktoren. (...)