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Ich bestimme mich selbst

Ich bestimme mich selbst
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Art.Nr.: 978-3932906466
ISBN/EAN: 978-3932906466
39,90 EUR
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Produktbeschreibung

»Ich bestimme mich selbst«
Das traurige Leben des glücklichen Peter Hille (1854-1904)

Von Rüdiger Bernhardt

Quedlinburg und Jena: Verlag Dr. Bussert & Stadeler, 2004 (= Jenaer Studien, Bd. 6), Hardcover, geb., 344 Seiten, 24 s/w-Abb. ISBN 978-3932906466.

Beschreibung:

Umstritten und von Mythen umrankt sind Leben und Werk des Bohemiens und Dichters Peter Hille. Der Germanist Prof. Dr. Rüdiger Bernhardt, Vorsitzender der Gerhart-Hauptmann-Stiftung (Kloster auf Hiddensee), legt mit diesem Band die erste umfassende Biografie des Freundes von Detlev von Liliencron, Erich Mühsam, Else Lasker-Schüler, Johannes Schlaf und vieler anderer vor. Er vermittelt damit auch ein detailliertes Bild der literarischen Epoche vom Naturalismus bis zum beginnenden Expressionismus.

Bernhardt zeigt auf, wie sich Lebensstil und Denken des rastlosen Wanderers in Hilles dichterischem Werk widerspiegelt. Hilles Wanderungen führten ihn nicht nur durch Länder, sondern auch durch Künstlerkolonien wie das »Schwarze Ferkel« – wo er die faszinierende Dagny Juel kennen lernte – und den Friedrichshagener Dichterkreis, durch die Künstler-Kommune der »Neuen Gemeinschaft« und die Homosexuellenvereinigung »Gemeinschaft der Eigenen«.

Nur wenige Dichter sind so häufig selbst wieder Gegenstand der Dichtung von Gerhart Hauptmann bis zu Wolf Biermann geworden wie Peter Hille.

Inhalt

Widmung und Dank

1. Der Wanderer zwischen den Welten
2. Das Leben als Anekdote
3. Kindheit und Jugend
4. Die Mystik Peter Hilles - seine Denkprinzipien
5. Tradition, Heimat und Folteranstalt
6. Gerichtsschreiber und Redakteur
7. Wanderungen und erster Berlin-Aufenthalt
8. Auf der Suche nach dem Bild des Dichters
9. Die Freundschaft mit Liliencron
10. "Die Sozialisten" und "Ich bin der Mörder"
11. Heimat in der Weite
12. Die "Moderne Dichtung"
13. Auf dem Weg zur Berliner Boheme
14. Hilles Krise - Die Zeitschrift "Sphinx"
15. Berlin - Das "Schwarze Ferkel"
16. Die Friedrichshagener
17. Freundschaften
18. Peter Hilles "Des Platonikers Sohn"
19. Die Suche nach Anerkennung
20. Die Akte im "Geheimen Staatsarchiv"
21. Hilles Literaturverständnis
22. Erfolge, Niederlagen und die Deutsche Schillerstiftung
23. Peter Hullenkamp, Rübezahl und neue Freunde
24. "Der Eigene" und Hilles Beschäftigung mit der Homosexualität
25. Die Kabaretts und die "Neue Gemeinschaft"
26. Hilles Kabarett im Restaurant "Zum Vesuv"
27. Hilles Spätwerk - Die Freundschaft mit Johannes Schlaf
28. Das Meer: Pommern und Rügen
29. Hilles Tod und Verklärung
30. "Das Mysterium Jesu"
31. Wirkungen

Hinweis

Tabellarische Biografie
Anmerkungen
Bibliografie
Personenregister
Zum Autor.

Rezensionen

Anlässlich seines 100. Todestages erschien die bislang umfassendste und tiefgründigste Darstellung von Leben und Werk Peter Hilles (1854-1904). Ihr Autor, Rüdiger Bernhardt, seit Jahrzehnten mit dem unbehausten Dichter befasst, bietet in dessen erster wissenschaftlicher Biografie ein überaus farbiges realistisches Panorama einer bewegten Zeit mit bewegenden Charakteren im Spiegel ihres Schaffens.[...]

Rüdiger Bernhardt widerlegt in seinem profunden Werk die verbreitete einseitige Charakteristik Hilles als christlicher und poetischer Mystiker. Vor uns entsteht ein wissenschaftlich begründetes und detailliertes Bild des genialen Poeten und Bohemiens und mit diesem ein facettenreiches Mosaik deutscher Literatur- und Kulturgeschichte.

Erstaunlich ist die Fülle der akribisch aufgearbeiteten Fakten insbesondere aus den Beziehungen Hilles zu den Friedrichshagenern um die Brüder Hart sowie zu anderen literarischen Gemeinschaften und zu namhaften Autoren wie Hauptmann, Schlaf! , Liliencron, Mühsam, Lasker-Schüler oder Rilke.Bernhardts Sprache ist von erfrischender Lebendigkeit und Klarheit.

Bernhard Igel in: Thüringer Allgemeine, 8. Juni 2004