Erinnerungen eines Revolutionärs: 1901-1941


ISBN: 9783894011925


Erinnerungen eines Revolutionärs: 1901-1941
Autobiographie

Von Victor Serge. Aus dem Französischen übersetzt von Cajetan Freund.

Hamburg : Edition Nautilus, 1991. Gebunden mit Schutzumschlag, 464 Seiten, ISBN 978-3894011925.

Beschreibung:

"Ich habe Europa mehrmals sein Gesicht wechseln sehen. Ich habe Europa im Überfluß gekannt, optimistisch, liberal, und schmutzig vom Geld beherrscht. Wir jungen idealistischen Arbeiter waren etwa zwanzig Jahre alt und zeitweise waren wir wütend und verzweifelt wegen der Mauer vor uns: wir sahen nichts jenseits einer ewigen ungerechten und selbstzufriedenen Bürgerwelt." (Victor Serge)

Die Autobiographie des aus einer jüdisch-russischen Emigrantenfamilie stammenden und in Belgien aufgewachsenen Victor Serge (d.i. Wiktor Lwowitsch Kibaltschitsc, 1890-1947) ist ein Klassiker der sozialrevolutionären Literatur. Seine Erinnerungen geben Einblick in die revolutionär-anarchistischen Bewegungen in West- und Südeuropa (besonders Frankreich und Spanien) in den ersten zwei Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts.

Besonders aufschlussreich sind seine Erinnerungen an die Russische Revolution. Aufgrund der intimen Kenntnisse des Autors über die internen Vorgänge in der Partei der Bolschewiki zählt das Buch zu den wichtigsten Quellenwerken aus libertärer Sicht über die russische Revolution und ihre stalinistische Degenierung. Serge wurde 1927 zusammen mit Trotzki als Linksabweichler aus der Partei gedrängt und in den Gulag deportiert. Er überlebte wegen seiner internationalen Popularität den stalinistischen Terror in der Sowjetunion und konnte 1936 nach Belgien und von dort nach Frankreich ausreisen. 1940 nach der Niederlage und Besetzung Frankreichs durch die Deutschen musste Victor Serge erneut flüchten und ging nach Mexiko ins Exil, wo er 1942/43 seine Lebenserinnerungen niedergeschrieben hat.



Preis:

22,00 EUR

inkl. 5 % MwSt. zzgl. Versandkosten

Erinnerungen eines Revolutionärs: 1901-1941