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Utz Benkel

Utz Benkel wurde am 6.3.1959 in München geboren und wuchs auf im idyllischen Leutstetten bei Starnberg (bis 1965) und Seefeld am Pilsensee (1965-1977). Der frühere Hausbesetzer, Anarchist und Gotteslästerer lebt seit 2008 in Berlin-Friedenau, wo er ein Grafikstudio und die Pop-Art-Galerie betreibt.

Berufliches
Nach einer Lehre als Schriftsetzer war Benkel bis 1991 als Schriftsetzer und Offsetmontierer in verschiedenen Druckereien beschäftigt. Seitdem ist er als freiberuflicher Grafiker, Künstler und Herausgeber von Büchern und Kalendern tätig.

Künstlerisches
Erste künstlerische Versuche als Comic-Zeichner und Cartoonist an der Schülerzeitung. Mitte der Achtziger Jahre Aktzeichenkurse bei Alois Huber, München und intensive Beschäftigung mit Malerei und (Druck-) Grafik. 1985 erste Berührung mit dem Exlibris und Eintritt in die Deutsche Exlibris-Gesellschaft e.V. (DEG) Bis heute entstanden über 200 Exlibris. Er organisierte drei internationale Jahrestagungen für die DEG. Diverse Ausstellungen mit erotischen, provokanten popartigen Gemälden. Dem Rockstar Joe Cocker konnte Benkel, nach dessem umjubelten Auftritt in der Münchner Olympiahalle im November 1994 einen großformatigen, auf eine farbig präparierte Holzplatte gedruckten Linolschnitt mit mehreren Porträts des Sängers überreichen. Zu einer weiteren Begegnung kam es 2002 anläßlich eines Open-Air-Konzertes in Deggendorf, als Utz Benkel Joe Cocker ein großes Acrylgemälde übergab.

Soziales
als Kriegsdienstverweigerer leistete er seinen Zivildienst 1980-1981 auf der Pflegestation eines Altenheims in Memmingen/Allgäu ab. 1997 gründete er das Kinder-Hilfsprojekt „Hilfe für Betrawati”, das inzwischen 300 Kindern in Nepal zu einer Schulausbildung verhilft, Schulen gebaut und viele andere Projekte realisiert hat.

Politisches
Mit 14 Jahren wurde Benkel der Herausgeber der Tutzinger Schülerzeitung HIGH und engagierte sich im Schülerzeitungsdachverband JPB e.V. Beschäftigung mit dem Anarchismus. 1979 arbeitet er in der Münchner Unterstützergruppe des Russell-Tribunals mit. Mitarbeit in der Münchner Untergrundzeitung BLATT. 1980 und 1981 Herausgeber des alternativen Memminger Stadtinfos. Anklage und Verfahren wegen § 166 Gotteslästerung aufgrund seines Artikels „Gottseidank” im Stadtinfo. Treibende Kraft in der Memminger Hausbesetzerszene. Einzige erfolgreiche Hausbesetzung in Bayern.

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