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Der libertäre Sozialismus in der Westschweiz

Der libertäre Sozialismus in der Westschweiz
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ISBN/EAN: A120323
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Produktbeschreibung

Der libertäre Sozialismus in der Westschweiz
Ein Beitrag zur Entwicklungsgeschichte und Deutung des Anarchismus

Von Rolf R. Bigler

Köln u. Berlin: Verlag Kiepenheuer & Witsch, 1963 (= Beiträge zur Soziologie und Sozialphilosophie ; Bd. 11). Zugl.: Köln, Univ., Diss., 1960. Kartoniert, 343 Seiten. [Gebraucht: Gutes Leseexemplar ohne störende Gebrauchsspuren wie Markierungen, Anmerkungen, Eselsohren usw. Der Umschlag und das Papier sind alterungsbedingt etwas nachgedunkelt.]

Beschreibung:

Die Frage nach der Freiheit im Sozialismus ist am schärfsten von dem Russen Michael Bakunin gestellt worden. Er hat sie dem Begründer des »wissenschaftlichen Sozialismus«, Karl Marx, vorgehalten. Die Antwort, das Problem stelle sich gar nicht, weil in der klassenlosen Gesellschaft jeder frei sein werde, befriedigte den sozialistischen Freiheitsdoktrinär keineswegs. Er schenkte auch jener anderen Prophezeiung der sozialistischen Kirchenväter keinen Glauben, derzufolge der Staat und mit ihm die Herrschaft des Menschen über den Menschen in der Zukunftsgesellschaft absterben werde.

Bakunin nahm den Kampf gegen Marx auf. Aber die Entfesselung »seiner« sozialen Revolution nahm ihn zu sehr in Anspruch. Überraschend sprangen andere in die Bresche. Die anderen waren einige hundert Uhrenarbeiter aus dem westschweizerischen Jura. Sie stellten sich den Dioskuren Marx und Engels in den Weg, als diese die erste »Internationale« diktatorisch beherrschen wollten, als insbesondere die beiden ältesten Marxisten Andersdenkende im eigenen Lager mit dem Bannfluch mundtot machen wollten. Und sie entschieden diesen Kampf zu ihren Gunsten: Marx vermochte mit seinem Macht- und Führungsanspruch nicht durchzudringen.

Ohne sich in Utopien zu verlieren, formulierten die jurassischen Autonomisten ihren libertären Sozialismus. Sie wollten den Teufel nicht mit dem Beelzebub austreiben, d. h. die ökonomische Unfreiheit nicht gegen einen anderen Zwang eintauschen. So kam es zu der letzten großen geistigen Auseinandersetzung im Sozialismus.

Dann kam Lenin. Er schuf die Kaderpartei, er begründete die Parteidisziplin. Die Frage der Libertären nach der persönlichen Freiheit wurde sine die [auf unbestimmte Zeit] vertagt. Wer sie dennoch stellte, machte sich »anarchistischer Abweichung« schuldig.

Der vorliegende Band berichtet über den Verlauf und die Hintergründe dieser Auseinandersetzung, die, längst vergessen, durch die geschichtliche Entwicklung wieder an Aktualität und Bedeutung gewonnen hat.

(Klappentext)

Inhalt

Vorbemerkungen [11]

  1. Die Entwicklung der Arbeiterbewegung in der Schweiz [17]
  2. Die Gründung der "Internationalen Arbeiterassoziation" und ihre Anfänge in der Westschweiz [30]
  3. Michael Bakunin: Der Doktrinär der Freiheit [52]
  4. Die "Fédération Romande", der Basler Kongreß und die "Égalité"-Affäre [71]
  5. Das Schisma der "Fédération Romande" [90]
  6. Der preußisch-französische Krieg und die Kommune-Emigration [102]
  7. Die jurassische Anklage [112]
  8. Das Ende der internationalen Solidarität [138]
  9. Bakunin kontra Guillaume [145]
  10. Der Weg der "Jurassienne" [156]
  11. Die autonomistische "Internationale" [163]
  12. Der Niedergang der Juraföderation und der Zusammenbruch des Anarchismus in den Jurabergen [166]
  13. Der jurassische Syndikalismus - ein Vorläufer der CGT [186]
  14. Die Organisation der "Fédération Jurassienne" [201]
  15. Die Juraregion, die Uhrenarbeiter und der Anarchismus [226]

Anmerkungen [259]
Bibliographie [337]

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