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Ein Schwejk in der NVA
Von Kurt W. Fleming
Mit einen Nachwort von Fred Langenscheid, Illustrationen von Michael Blümel
Leipzig: Verlag Max Stirner Archiv / edition unica, 2005. Gebunden (Hardcover), 136 Seiten, ISBN 978-3933287687.
Beschreibung:
Wenn man Kurt W. Fleming heute gegenübersteht oder -sitzt, würde man nicht unbedingt sofort auf den Gedanken kommen, daß dieser Mensch während seines Militärdienstes bei der (seinerzeitigen) NVA gleich mehrere Magazine Dreistigkeiten schwejkschen Kalibers verschoß. Sein Habitus läßt zwar mitunter einen schelmischen Charakter zum Vorschein kommen, mehrheitlich jedoch benimmt er sich wie ein zerstreuter Professor mit ausgeprägtem Gerechtigkeitssinn. ... Und genau diese Tatsache macht das Buch „Ein Schwejk in der NVA“ – unter anderem – lesenswert, niemand glaubt auf Anhieb, daß da jemand, in diesem Fall ein gemeiner Soldat, Mitte der siebziger Jahre . . . die Courage besaß, sich für seine Kameraden einzusetzen, den Gehorsam gegenüber Offizieren zu verweigern, ja sie sogar vor manch einem braven Soldaten lächerlich zu machen und bloßzustellen, ferner seine ohnehin mager ausfallenden Urlaubstage um ein vielfaches zu erweitern [von 18 auf 72 Tage], sich selbst für zehn Minuten zum Major zu befördern, Kopfschütteln zu verbreiten, annähernd chaosähnliche Zustände bis reine Verzweiflung bei seinen Vorgesetzten auszulösen, seine Frau, will schreiben, seine Waffe zu verlieren, und und und.
Derartige dreiste Abenteuer und Überraschungen wollen so gar kein Ende nehmen
(Aus dem Nachwort von Fred Langenscheid)