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Herrschaftsfreie Institutionen
Studien zur Logik ihrer Symbolisierungen und zur Logik ihrer theoretischen Leugnung
Von Rüdiger Haude und Thomas Wagner mit einem Vorwort von Christian Sigrist
Baden-Baden: Nomos, 1999. 188 Seiten, Paperback, ISBN 978-3789059551
Kurzbeschreibung:
Sind stabile herrschaftsfreie Gesellschaften denkbar? In den Sozialwissenschaften herrscht die Tendenz vor, »Regulierte Anarchien« entweder als vorpolitisch zu betrachten, oder ihnen eine verborgene Herrschaftlichkeit zu unterstellen. Mit beiden (ethnologischen bzw. historischen) Argumenten läßt sich die angebliche Unmöglichkeit von Herrschaftsabbau heute untermauern.Die Beiträge des Bandes setzen sich kritisch mit dieser Auffassung auseinander und zeigen an Beispielen aus den Bereichen Verwandtschaftsstruktur, Architektur und Spiel sowie aus dem altisraelitischen Glaubenssystem: Gerade »primitive« Gesellschaften besaßen eine erstaunliche institutionelle Phantasie, um Herrschaftsfreiheit dauerhaft sicherzustellen.Sie leisten damit einen bedeutenden Beitrag zur anthropologischen Begründung libertärer Theorie und Praxis und liefern ein notwendiges Gegengewicht zur derzeit vorherrschenden Lehre.Die beiden Verfasser sind Kultursoziologen in Aachen und Dresden/Berlin.»Die Aufsätze von Haude und Wagner sind ein bedeutender Beitrag zur Weiterentwicklung der vorliegenden Anarchie-Theorien. Damit wird ein Niveau erreicht, von dem aus drängende Probleme neu analysiert werden können.«(aus dem Vorwort von Christian Sigrist)